Nach dem Atomunfall in Fukushima in Japan hat sich die Bundesregierung entschlossen, die deutschen Atomkraftwerke abzuschalten. Die Piratenpartei Hamburg befürwortet dies ausdrücklich. Mit dieser Entscheidung sind wir keineswegs allein - auch Italien, die Schweiz, Malaysia und Thailand beenden die Nutzung der Atomkraft.
Kernenergie trägt damit in Deutschland erstmals weniger als 10% zur gesamten Energieerzeugung bei. Trotdzem sind die Lichter nicht ausgegangen, von der Stromlücke ist keine Spur zu sehen.
Doch wo kommt der Strom jetzt her?
Die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen e.V. hat die Vierteljahresbilanz für das zweite Quartal 2011 vorgelegt. Entgegen verschiedener Behauptungen wurde nicht mehr Kohle in Kohlekraftwerken verbrannt. Stattdessen exportiert Deutschland inzwischen keinen Strom mehr in die europäischen Nachbarländer sondern ist Netto-Importeur.
Parallel hat die Stromerzeugung durch Windkraft um 13% zugelegt und auch die Erzeugung aus Photovoltaik zeigt zweistellige Zuwachsraten trotz Kürzungen der Einspeisevergütung. Erneuerbare Energien tragen erstmals in der deutschen Geschichte, mit 10,2%, mehr zur Energieversorgung bei als die Kernkraftwerke (9,3%).
Die Piratenpartei Hamburg schließt daraus:
- Es ist genug Strom da. Im europäischen Verbundnetz bestehen genügend Leistungsreserven, um den Ausfall der Kernkraftwerke abzudecken.
- Der Bau neuer Kohlekraftwerke ist nicht notwendig.
- Die Förderung der erneuerbaren Energien war ein voller Erfolg und sollte fortgeführt und ausgebaut werden werden.
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